Was mit dem Spendengeld weiter passiert

Viele wollen nun wissen, was mit all dem Spendengeld passiert. Hier die Offenlegung.
Bachlers Anwalt Michael Pilz hat heute an den Anwalt der Raiffeisen-Bank Murau einen Brief geschrieben und darin die völlige Tilgung der offenen Kredite angeboten.
Unter anderem wird mitgeteilt, dass Bachler auch einen Anteil an einer Agrargemeinschaft um 160,000 Euro verkaufen wird, (also eine Alm), um die Schulden zu tilgen.
Ein Kaufvertragsentwurf wurde beigelegt. Da die Raiffeisen Murau zum Teil horrende Überziehungszinsen und hohe Anwaltskosten (15.000 Euro) verlangt, hofft Bachler natürlich, dass auch die Bank entgegenkommt und den Bergbauer hier entlastet.
Die Hoffnung stirbt zuletzt, vielleicht geschieht ja noch ein Weihnachtswunder.

Hier der Brief von Bachlers Anwalt im O-Ton:

„Sehr geehrter Herr Kollege Dr. XXX,
vielen Dank für Ihr Schreiben. In der Anlage übersende ich vorerst den mir am letzten Freitag zugegangenen Vertragsentwurf des Herrn Notar Mag. M. aus Murau betreffend die Veräußerung der Anteile unseres Mandanten an der Agrargemeinschaft Klausnerberg. Ich darf um Durchsicht und Rückäußerung, insbesondere zur Mechanik der Lastenfreistellung ersuchen.
Wir haben die vergangenen Wochen für Gespräche zur Umschuldung mit verschiedenen Bankinstituten genutzt. Da diese nicht so verlaufen sind, wie wir dies erwartet hatten, haben wir parallel an der Implementierung einer Crowd-Funding Kampagne für Herrn Bachler gearbeitet, von der wir uns eine teilweise Finanzierung des Obligos erwartet haben, um die Umschuldung dann leichter vornehmen zu können.
Vielleicht ist es auch Ihnen gestern zur Kenntnis gelangt: Das Echo auf den Spendenaufruf für Herrn Bachler war überwältigend. Seit gestern, Sonntag, 9 Uhr 30, ist ein Gesamtbetrag von mehr als EUR 282.000 zu Gunsten des Herrn Christian Bachler gespendet worden. Wir haben Anlass zur Hoffnung, dass der zur vollständigen Kredittilgung (nach Abzug des Erlöses für die Anteile an der Agrargemeinschaft) erforderliche Betrag von gesamt EUR 318.985,04 noch bis Ende der Woche zusammen kommt.
Herr Christian Bachler wird daher voraussichtlich noch vor dem Jahresende in der Lage sein, das Obligo bei dem geschätzten Institut Ihrer Mandantin vollständig zur Rückzahlung zu bringen. Bitte nehmen Sie Kontakt mit mir auf und teilen mir mit, welcher Betrag an wen bzw. auf welches Konto zur Tilgung zur Einzahlung zu bringen ist.
Die Finanzierung der Miete einer Lokalität für die Versteigerung scheint vor diesem Hintergrund nicht erforderlich.
Gerne stehen wir für Rückfragen zur Verfügung.

Mit freundlichen kollegialen Grüßen
Michael Pilz

FREIMÜLLER / OBEREDER / PILZ

RECHTSANWÄLT_INNEN GMBH“



Mag. Michael Pilz
Rechtsanwalt

A-1080 Wien, Alser Straße 21″

7 Antworten auf „Was mit dem Spendengeld weiter passiert“

  1. Guten Abend!
    Gratulation und meine Hochachtung zu dieser Aktion.
    Habe natürlich auch schon gespendet, wir müssen unsere Bergbauern unbedingt unterstützen.
    Ihre Arbeit – zum Beispiel die Bewirtschaftung der Almen –
    trägt viel zum Erhalt unserer ursprünglichen Landschaft bei
    und das Vieh kann noch artgerecht leben!

  2. Diese Solidarität tut der Seele gut – ganz besonders in schwierigen und negativen Zeiten wie diesen! Ich wünsche Herrn Bachler alles Gute und weiterhin viel Erfolg in seinem Bestreben

  3. Ich habe heute noch gespendet, obwohl ich weiß, dass bereits genug zusammengekommen ist, um den Hof vom Christian Bachler zu retten. Ich wünsche mir nämlich, dass aus diesem Schneeball eine kleine Lawine wird und ich möchte mit meiner Mini-Spende dem Christian Mut machen, ein Sprachrohr und Mutmacher und Unterstützer für die anderen Bauern und Bäuerinnen zu bleiben, denen es gleich geht! Möge der Strom aus (Bobo)Wien und aus aller Welt nicht mehr versiegen, damit wir gemeinsam unsere Welt heilen!

  4. Gratulation für diese tolle Aktion. Ich möchte nur noch anmerken, Herr Klenk hilft nicht nur öffentlichkeitswirksam. Ein lieber Freund wurde bei einer Verkehrskontrolle von einem Polizisten schikaniert, der SuperKlenk kam zufällig vorbei und stand dem erniedrigten Taxifahrer zur Seite – Herr Klenk wurde selbst rüde angegangen und wich nicht zur Seite. Epilog des Dramas war eine Zusammenkunft aller Beteiligten vor dem Polizeipräsidenten samt Entschuldigung des bösen Bullen… Ich bin nicht immer gleicher Meinung mit Ihm aber ein guter Mensch ist er.

  5. Ich bin seit Jahren „auf Facebook“, weil mich eine Freundin eingetragen hatte („Du musst das tun!“). In all den vergangenen Jahren nutzte ich diese Plattform max. geschätzte 15 – 20 mal.
    Zufällig stolperte ich heute über eine alte Nachricht, las diese und landete schließlich bei Facebook. Und da beim „Wutbauer“ – eine Geschichte, die mich sehr berührt hat.
    Nun hoffe ich, dass die „Causa“ Herr Bachler letztendlich für ihn zu einem guten Ende gekommen ist und er seine Träume verwirklichen kann. Sollte es einen Verteiler geben, der allfällige Infos verschickt, wäre ich gerne dabei. Ich bedanke mich! H.Q.

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